Ihre Gastgeber - unsere Chronik

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Josef, Ramona, Josef, jun. und Klothilde Hastreiter (+10.12.2020)

Josef & Ramona

Wir sind Ihre Gastgeber und immer für Sie da.
Uns ist die Nähe zu unseren Gästen besonders wichtig! Klein aber fein ist unser Motto.
Mit viel Liebe zum Detail und Individualität führen wir das Hotel & Restaurant.
ein bisschen was zu uns beiden:
die Liebe & Passion für die Gastronomie verbindet uns

– Hochzeiten, Veranstaltungen, Sonntags & Feiertagsgeschäft… egal wann –
 wir sind gerne für unsere Gäste da und freuen uns mit Ihnen diese schönen und besonderen Momente zu teilen!
Es wird nie langweilig, so unterschiedlich die Menschen und Familien sind, so vielfältig sind auch die Feiern und Tage! Das ist unsere Leidenschaft und darin liegt unser Herzblut.
Gemeinsam mit unserem Team machen wir Wünsche wahr.

Damit es nicht langweilig wird lassen wir uns immer was einfallen.
2020 wurde beispielsweise erneuert und viel umgebaut. Neue Zimmer, neue Fassade etc… und es wartet noch viel mehr auf Sie!

Seit August 2020 sind wir nun zu Dritt- der kleine Josef erweitert das „BACH“ Team und sorgt für frischen Wind im Haus!

Wie alles begann

Gasthof zum Bach – gepflegte Wirtshaustradition
Schier unglaublich, aber urkundlich nachweisbar – der alte Markt Neukirchen b. Hl. Blut hatte 82 Wirtshäuser.
Die so genannten Liquidationsprotokolle vom Jahre 1840 im Vermessungsamt Cham – sie listen Haus- und Grundbesitz und die damit verbundenen Rechte und Pflichten auf –, dokumentieren für ebenso viele Neukirchner Anwesen das „Brau-, Branntweinbrenn- und Tafernrecht“.
Das heißt, 82 Familien durften Bier brauen, aus dem Treber Schnaps brennen und beides im Haus ausschenken. 1555 – vor genau 450 Jahren – hatten sie sich gemeinsam das Kommunbräuhaus unten am Freibach gebaut. 82 Bürger gab es damals im Markt. Und auf ihren Häusern blieb das Braurecht bis zum 12. Juli 1920, als die „bräuende Bürgerschaft“ das Brauhaus versteigern ließ und die Genossenschaft auflöste. Freilich hatte die Zahl derer, die von ihren Rechten Gebrauch machten, immer mehr abgenommen. 1937 berichtet Xaver Siebzehnriebl noch von 22 Gasthäusern.

Und heute leidet auch der Markt Neukirchen b. Hl. Blut unter dem allgemeinen Sterben traditioneller Wirtshauskultur.

Anders im Gasthof zum Bach! Dort wird umgebaut und erweitert, Altes behutsam in Zeitgemäßes erneuert und der Zukunft gesichert.
Familientradition mit Zukunft
Der heutige Besitzer, Josef Hastreiter, ist mit ihm blutsverwandt – wechselweise über die männlichen und weiblichen Vorfahren.
So gesehen kann das Gasthaus auf eine 277-jährige Familientradition zurückblicken.

Und die gilt es zu pflegen!

Der junge Hastreiter ließ sich im „Kapitän Goltz“ zum Küchenchef ausbilden und erweiterte seinen Horizont im Engadin, dem Schweizer Kur- und Wintersportgebiet.

Jetzt krempelt er das Heimathaus um: An- und Ausbauten, Modernisierung der Küche und ein neuer Gastraum im alten Gemäuer. Der verspricht eine besondere Note ins Haus zu bringen. Es handelt sich um den ehemaligen Stall mit sehenswertem Gewölbe des 18. Jahrhunderts. Die weit gespannte Wölbung ist bis an die Grenze des baulich Machbaren extrem flach gehalten. Die Last tragen verstärkende Gurtbögen, und die werden wiederum durch raffiniert konstruierte, ge-schmiedete und schon während der Bauzeit eingebrachte Maueranker statisch gesichert. Und noch eine Überraschung hält dieser Raum bereit: Unter einer großen Steinplatte entdeckten die Bauarbeiter einen Brunnen. Der kreisförmige Schacht mit gut einem Meter Durchmesser ist sauber ausgemauert und reicht in eine abgründige Tiefe von zwölf Metern.
Diese Entdeckung wirft Fragen und Überlegungen bau- und siedlungsgeschichtlicher Art auf.
Zunächst: Der Brunnen muss auf jeden Fall lange vor dem Bau des Stalles an dieser Stelle angelegt worden sein. Dann: Er muss älter sein, als die mit Holzröhren von den „Wiegenwiesen“ (östlich von Vorderbuchberg) herabgeführte, uralte märktische Wasserleitung, die doch unmittelbar vor dem Hause Bach ein Schöpfbecken hatte. Und: Hatten sich die Ansiedler schon im 13. Jahrhundert, als der obere Markt angelegt wurde, so aufwändige Brunnenbauten leisten können? Über solche und ähnliche Fragen können die künftigen Besucher des „Gasthofs zum Bach“ lebhaft debattieren – ein Sichtfenster erlaubt den Blick in die Tiefe und in ein Stück Heimatgeschichte.